#closedbutopen – Entdecken Sie den Naumburger Dom von zu Hause aus

Seit dem 16. März ist im Naumburger Dom vieles anders. Bis zum 8. Mai musste unser Welterbe geschlossen bleiben, um der rasanten Verbreitung der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Veranstaltungen, Führungen und museumspädagogische Angebote können bis auf Weiteres nicht stattfinden. Damit Sie zu Hause nicht auf neue Einblicke in unser Welterbe verzichten müssen, stellen wir hier die verschiedene Themen für Sie bereit, um den Naumburger Dom digital zu entdecken: mir virtuellen Rundgängen, Kunstwerken unter der Lupe, Angeboten für junge DomEntdecker und Zeitreisen ins Mittelalter. Schauen Sie immer mal wieder vorbei!

 

Virtuelle Rundgänge

Besichtigung der Ägidienkapelle zum Romaniköffnungstag

Immer am Samstag nach Himmelfahrt laden die Bauwerke der „Straße der Romanik“ zu besonderen Besichtigungen am Romaniköffnungstag ein. In diesem Jahr wollten wir Ihnen einen außergewöhnlichen Schatz an der „Straße der Romanik“ zeigen: die Ägidienkapelle an der Nordseite des Naumburger Doms. Kommen Sie stattdessen mit auf eine virtuelle Besichtigung.

Aegidienkapelle

Die nach dem heiligen Ägidius benannte steinerne Kapelle ist eine der ursprünglich zahlreich vorhandenen Privatkapellen der Domherren. Sie entstand Anfang des 13. Jahrhunderts, etwa zeitgleich mit dem Baubeginn des zweiten, des spätromanischen Naumburger Doms. Ihr klarer romanischer Baustil mit den perfekt symmetrischen Rundbögen beeindruckt auch heute noch.

Bemerkenswert ist ein in Teilen erhaltenes romanisches Tympanon mit der Darstellung der Ägidiuslegende. Es heißt, Ägidius lebte im 7. Jahrhundert als Einsiedler in Frankreich. Durch Gottes Lenkung wurde er von einer Hirschkuh mit Milch versorgt. Als jedoch der König auf der Jagd war, flüchtete die Hirschkuh zu Ägidius. Dieser beschützte das Tier und wurde an ihrer statt vom Pfeil des Königs getroffen. Ägidius überlebte, die Wunde sollte jedoch bis zu seinem Lebensende nicht mehr heilen. Der König grämte sich sehr und ließ zur Vergebung seiner Schuld ein Kloster errichten, das er nach Ägidius benannte. In der Ikonografie wird Ägidius deshalb oft mit einer Hirschkuh dargestellt.


 

Virtuell durch den Naumburger Dom

Wussten Sie, dass unser Welterbe auch online zu besichtigen ist? Unseren Dom gibt es als 360°-Online-Erlebnis. Willkommen im digitalen Dom:

Der Dom in 360 Grad

 

Virtuell durch den Merseburger Dom

Warum nicht auch einmal die anderen Standorte der Vereinigten Domstifter entdecken? Kommen Sie mit uns auf einen kleinen digitalen Rundgang durch den Merseburger Dom.

Bild 1: Herzlich Willkommen im Merseburger Dom, einem Lieblingsort deutscher Kaiser und Könige. Er ist imposantes Zeugnis und bedeutende Wirkstätte der 1000-jährigen deutschen Geschichte. Ob Otto der Große oder Kaiser Heinrich II., Bischof Thietmar oder Rudolf von Rheinfelden – sie alle sind mit der Geschichte des Doms eng verbunden.

Bild 2: Im Jahre 955 leistete Otto der Große (912–973) in der entscheidenden Schlacht auf dem Lechfeld beim Sieg über die Ungarn ein Gelübde: Er wollte in Merseburg ein Bistum gründen. 968 hielt er sein Versprechen. Das Merseburger Bistum wurde jedoch bald wieder aufgelöst und schließlich 1004 durch Heinrich II. (973–1024) neu begründet. Heinrich legte den Grundstein für den Bau des heutigen Doms. Auf vielen Darstellungen, wie dem hier gezeigten Heinrichsaltar von Lucas Cranach d. Ä. (1535/1537), wird Heinrich deshalb gemeinsam mit dem Dom dargestellt.

Bild 3: Bischof Thietmar von Merseburg (975–1018) gehört zu den bedeutendsten Chronisten des ottonischen Zeitalters. Ihm kann man im Kreuzhof am Thietmarbrunnen begegnen. Der von 1009 bis 1018 regierende Merseburger Bischof machte in seiner einzigartigen Chronik Merseburg über alle Ländergrenzen hinweg berühmt.

Bild 4: Ein wirklich abenteuerliches Kapitel des Merseburger Doms ist der Kampf des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden (1025–1080) gegen König Heinrich IV. Rudolf von Rheinfelden wurde von den sächsischen Fürsten unterstützt. In der entscheidenden Schlacht bei Hohenmölsen konnte der Gegenkönig zwar den Sieg über Heinrich erringen, jedoch wurde ihm in der Schlacht die rechte Hand abgeschlagen. Er verstarb an den Folgen der Verletzung. Seine Grabplatte ist im Zentrum des Merseburger Doms zu besichtigen, eine damals eindeutig politische Demonstration. Eine mumifizierte Hand im Domschatz wird ihm ebenfalls zugeschrieben.

Bild 5: Im Dom lassen sich nicht nur die historischen Ereignisse des Mittelalters entdecken. Als prächtiges Zeugnis aus der Zeit des Barocks kann man die Ladegastorgel bestaunen. Damals wurde der Dom als Hofkirche der Herzogsfamilie Sachsen-Merseburg, einer Nebenlinie der Wettiner, genutzt. Sie waren für den Orgelneubau verantwortlich. Im 19. Jahrhundert wurde die Orgel von Friedrich Ladegast umgebaut, der Orgelprospekt jedoch beibehalten. Die neue Orgel schlug ein neues Kapitel der Orgelbaukunst auf und verhalf dem Erbauer Ladegast zu großem Ruhm.

Bild 6: Abschließend gehen wir noch einmal hinaus in den lauschigen Kapitelhausgarten. Der terrassierte Garten ist nach barockem Vorbild gestaltet und eine wahre Oase. So grün wie auf dem Bild ist es derzeit zwar noch nicht, wir freuen uns aber hiermit schon auf die blühenden und duftenden Jahreszeiten, wenn unsere Gäste den Garten auch wieder in echt besuchen können.


 

Virtuell durch die Zeitzer Stiftsbibliothek

Und natürlich gibt es auch in der Stiftsbibliothek in Zeitz viel zu entdecken. Wir stellen Ihnen hier ein paar ausgewählte Bücherschätze und natürlich auch die einzigartige Zeitzer Weltkarte vor.

Bild 1: Julius Pflug (1499–1564) empfängt alle Gäste in der Stiftsbibliothek. Seine Privatbibliothek ist der eindrücklichste Teilbestand der Zeitzer Stiftsbibliothek. Julius Pflug, der letzte katholische Bischof Naumburgs, trug in seiner Bibliothek das Wissen seiner Zeit zusammen, ein aufregender und nahezu vollständig erhaltener Schatz, der das Weltwissen der Reformationszeit widerspiegelt.

Bild 2: In der Bibliothek von Julius Pflug finden sich wahre literarische Klassiker wie die sechs Komödien von Publius Terentius Afer (gest. ca. 185/158 v. Chr.), dem wichtigsten Komödienschreiber der römischen Antike. In der Renaissance wurden die Stücke wiederentdeckt. Terenz, wie er im Deutschen genannt wird, gilt auch als wichtigste Quelle der lateinischen Umgangssprache. Wie, wann und wo Pflug diesen Druck erwarb, ist unbekannt. Die Texte sind mit Holzdrucken illustriert. Auf einer Seite zeigt sich offensichtlich Pflug selbst als Künstler und verzierte die Seite mit einem eigenen „Kunstwerk“.

Bild 3: Pflug zeigte offensichtlich auch ein hohes naturwissenschaftliches Interesse. Davon zeugt unter anderem das Werk „De piscibus marinis“ des französischen Naturforschers Guillaune Rondelet (1507–1566). Dieser veröffentlichte 1554 ein Buch über die Meereslebewesen. Er machte darin keinen Unterschied zwischen Fischen, Robben, Walen und Wirbellosen. Das reichlich bebilderte Buch trägt einen Besitzvermerk des Bischofs (IEN = Iulius Episcopus Naumburgensis) mit der Jahreszahl 1561.

Bild 4: Die Lebenszeit Julius Pflugs war nicht nur durch die Reformation geprägt, auf der ganzen Welt kam es zu gewaltigen Umbrüchen. So finden sich in Pflugs Bibliothek auch Schriften des spanischen Eroberers Hernán Cortés (1485–1547), der 1519/21 das Reich der Azteken eroberte. Seine Briefe an Karl V. zählen zu den ersten offiziellen Berichten über Zentralamerika und seine Völker, über Moctezuma und das Aztekenreich. Es ist auch gleichzeitig eine Rechtfertigung Cortés‘ für die blutige Eroberung der „Neuen Welt“, die eine fast vollständige Auslöschung des aztekischen Volks zur Folge haben sollte.

Bild 5: Abschließend zeigen wir unseren kostbarsten Schatz: die Zeitzer Weltkarte. Sie stellt auf einmalige Weise das mittelalterliche Weltbild dar, vermutlich 20 Jahre vor der europäischen Entdeckung Amerikas. So eine mittelalterliche Karte ist absolut einmalig in Deutschland. Vor allem der Mittelmeerraum entspricht schon sehr unseren heutigen kartografischen Kenntnissen. Je weiter wir uns vom Mittelmeer entfernen, desto undeutlicher zeigt sich aber die Vermessung der Welt. Das Zentrum der Karte bildet Jerusalem. Doch die Karte birgt nicht nur geografische Erkenntnisse: Auch Sagen und (zweifelhafte) Überlieferungen aus den fernsten Ländern wurden auf der Karte verewigt. So erfahren wir beispielsweise, wo die Insel der bärtigen Frauen liegt. Und dass es in Indien riesige Ameisen gibt, die Berge aus Gold bewachen. In diesem Bild steht die Karte übrigens auf dem Kopf, damit sie besser verstanden werden kann, denn eigentlich ist auf der Karte oben der Süden und unten der Norden.

 


 

Kunstwerke unter der Lupe

Die Naumburger Pietà

Einer der außergewöhnlichsten Schätze im Naumburger Domschatzgewölbe ist die um 1330 entstandene Naumburger Pietà. Der Bildtyp der Pietà entstand im frühen 14. Jahrhundert und zeigt Maria als Schmerzensmutter mit dem toten Jesus auf ihrem Schoß. Es ist ein Andachtsbild, das die Leiden Christi am Kreuz ebenso wie das Mitleiden der Mutter ins Zentrum rückt. Die Naumburger Pietà gehört zu den ältesten Arbeiten dieses Bildtyps überhaupt.

Die Pietà wird auch als Vesperbild bezeichnet, denn nach christlichem Glauben wurde der Leichnam Jesu zur Abendzeit an seine Mutter übergeben. Das Vesperbild wird deshalb ursprünglich in die abendlichen Stundengebete einbezogen. Auch in Naumburg könnte die Pietà zum Vesperaltar gehört haben. Dieser befand sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptportal des Doms.

Die Naumburger Pietà berührt mit ihrer außergewöhnlichen Ausdruckskraft. Der Schmerz bestimmt die Szene, Maria hält den ausgemergelten Körper ihres toten Sohnes nahezu in aufrechter Position, so dass die Wunden des Körpers den Betrachter vor Augen geführt werden. Doch ihr Gesicht verbindet ganz widersprüchlichen Gefühle. Ihre verweinten Augen zeigen die Qualen einer trauernden Mutter, ihr lächelnder Mund jedoch zeigt das erhabene Wissen um die Auferstehung Christi und die Erlösung der Menschheit.


 

Domschatz in der Not – der Kistritzer Altar

In unserem Domschatzgewölbe steht ein Nothelfer für alle Lebenslagen: Der Kistritzer Altar wurde ursprünglich für die Stephanuskapelle im Erdgeschoss des Südostturmes geschaffen. Ein rätselhafter Meister mit dem Kürzel HW fertigte den kunstvollen Altar im Jahre 1510.

Neben der Mondsichelmadonna im Strahlenkranz mit dem Jesuskind in der Mitte des Altars fallen vor allem die Vierzehn Nothelfer auf, die in den vier Registern des Altars und ganz oben auf dem Schreinkasten stehen. Der Kult der Nothelfer breitete sich im Spätmittelalter über weite Teile Europas aus. So wurden die Heiligen auch in Naumburg in Gebeten als Schutzpatrone angerufen, damit sie bei Krankheiten oder schweren Krisen Beistand leisten. Meist standen die Krankheiten und Beschwerden im Zusammenhang mit dem Martyrium des einzelnen Heiligen.

Links oben sehen wir zum Beispiel die drei Bischöfe: Blasius, Dionysius und Nikolaus. Der heilige Dionysius wurde auf dem Märtyrerhügel bei Paris (Montmartre) enthauptet und trägt deshalb seinen Kopf vor sich. Der Enthauptete sollte unter anderem bei Kopfschmerzen helfen. Unter den Bischöfen sind die drei Ritterheiligen Georg, Sebastian und Eustachius angeordnet. Der heilige Georg (bekannt als Drachentöter) wird hier mit einem Drachen dargestellt. Er wurde in Zeiten allgemeiner Not in Kriegen, Hungersnöten und Epidemien wie der Pest angerufen.

Rechts oben stehen die Nothelferinnen, die Jungfrauen Barbara, Margaretha und Katharina. Margaretha beispielsweise ist die Schutzpatronin der Gebärenden. Unter ihnen stehen die Märtyrer Pantaleon, Ägidius und Christophorus. Der heilige Christophorus wird häufig als Riese dargestellt, der Jesus über einen Fluss trägt. Er ist der Schutzheilige der Reisenden, hilft aber auch bei Zahnschmerzen und schlechten Träumen. Die beiden letzten Nothelfer, Veit und Cyriacus stehen über dem Mittelteil, links und rechts neben Christus.


 

Passionsreliefs des Westlettners

Wir wollen uns einem der herausragendsten Kunstschätze unseres Welterbes widmen: dem Westlettner mit seinen Passionsreliefs, geschaffen durch den Naumburger Meister. Um die Passionsgeschichte nachzuerzählen arbeitete er sieben eindrückliche Szenen aus jeweils einem einzigen Kalksteinblock heraus. Dabei überraschen und berühren die Figuren durch ihre Lebendigkeit und hohe Emotionalität.

Relief 1: Das letzte Abendmahl
Das erste Relief zeigt das letzte Abendmahl. In der Szene sagt Jesus seinen nahen Tod voraus. Geschickt verbindet der Naumburger Meister dabei die Evangelien des Johannes und des Matthäus: „Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe.“ (Johannes 13:26) und „Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchte, der wird mich verraten.“ (Matthäus 26:23). Im letzten Abendmahl des Naumburger Meisters sind beide Deutungen verarbeitet. Der Naumburger Meister schuf sogar noch einen dritten Hinweis, um den Verräter unter den Jüngern zu benennen. Judas sitzt vorn links, deutlich abgegrenzt vom Rest der Gruppe, und verursacht einen aussagekräftigen Faltenwurf im Tischtuch: Wie lauter Pfeile weisen die Falten nach links, hinauf zum Verräter.

Relief 2: Die Auszahlung der 30 Silberlinge
Das zweite Relief thematisiert „Die Auszahlung der 30 Silberlinge“ und zeigt Judas vor den Hohepriestern. Auf einzigartige Weise fängt der Naumburger Meister in dieser Szene die Beklommenheit ein, die alle Figuren im Angesicht des Verrats packt. Keine der Figuren steht aufrecht, im Hintergrund wird verstohlen getuschelt, niemand scheint die Geldübergabe direkt zu betrachten. Der Priester ganz rechts möchte wohl sogar seinen Mantel nehmen und die ganze Szene verdecken. Judas selbst empfängt die Münzen nur mit seinem Mantel, nicht mit bloßen Händen. Vielleicht ist dies schon ein Hinweis darauf, dass er das Blutgeld später aus Reue wieder zurückbringt? Auch trägt er im Vergleich zu den anderen keinen Spitzhut, mit dem in den Darstellungen des Hochmittelalters üblicherweise Juden gekennzeichnet wurden. Insgesamt wirkt er eher wie der tragische Held der Szene.

Relief 3: Gefangennahme Christi
Das dritte Relief zeigt die Geschehnisse in der Nacht nach dem Abendmahl am Fuße des Ölbergs. Hierher, in den Garten Gethsemane, bat Jesus seine Jünger zum Gebet. Doch nun schreiten die Knechte des Hohepriesters zur Tat und nehmen Jesus, nachdem Judas ihn durch einen Kuss verraten hat, gefangen. Der Naumburger Meister verarbeitet auch gleich eine zweite Szene: Petrus versucht sich als einziger der Gefangennahme zu widersetzen und schlägt einem der Knechte mit seinem Schwert ein Ohr ab. Während die Szene von Gewalt, Angst und dem Verrat dominiert zu sein scheint, steht Jesus selbst ganz ruhig in der Mitte der vielen agierende Menschen. So weist er auch Petrus an, sein Schwert sinken zu lassen: „Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?“ (Johannes 18, 10).

Relief 4: Petrus und die Magd / Die beiden Bewaffneten
Das vierte Relief fällt besonders auf, denn eigentlich sind es zwei kleine Szenen, die durch den Giebel des Westlettners geteilt sind. Sie zeigen die Verleugnung Petri, eine der bekanntesten Stellen der Bibel und in Kunst und Literatur vielfältig aufgegriffen. Vor seiner Verhaftung prophezeite Jesus seinem Jünger Petrus: „Ehe denn der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“. Petrus bestreitet dies vehement, doch schon kurz darauf wird seine Treue auf die Probe gestellt. Das Bild auf der linken Seite des Giebels zeigt die erste Verleugnung Petri. Während Jesus verhört wird, erkennt eine Magd Petrus als einen der Jünger, doch Petrus bestreitet, Jesus zu kennen. Der Naumburger Meister fängt Petrus mitten in der Bewegung ein. Mit gerafftem Umhang scheint er schnell vor der Magd über den Giebel des Lettners fliehen zu wollen. Doch auf der anderen Seite des Giebels stehen schon zwei Wächter. Sie zeigen die dritte Verleugnung Petri, denn auch einem Wächter gegenüber behauptet Petrus, Jesus nicht zu kennen. Die zweite Verleugnung zeigt der Naumburger Meister nicht. Sie scheint hinter dem Giebel stattzufinden, auf dem Weg von der einen Seite des Lettners zur anderen. Nach der dritten Verleugnung krähte tatsächlich ein Hahn und Petrus erinnert sich an die Prophezeiung und weinte.

Relief 5: Christus vor Pilatus
Wer wäscht hier seine Hände so vorbildlich? Was in unserem fünften Passionsrelief wie eine Anspielung auf aktuelle Zeiten aussieht, ist in Wahrheit der römische Statthalter Pontius Pilatus. Vor ihn wird Jesus zum Verhör geführt. Jesus bekennt sich jedoch nicht schuldig. Sein Schweigen wird vom Naumburger Meister eindrücklich eingefangen. Nahezu entrückt steht Jesus in der linken Bildhälfte, den Blick weit nach vorn gerichtet, als ergäbe er sich in das Unabänderliche. Pilatus scheint keine Schuld bei ihm zu finden, beugt sich aber dem Druck der Hohepriester, die ein Todesurteil verlangen. Seine eigene Verantwortung will er darin aber nicht sehen. Pilatus sagt: „Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihr zu!“ (Matthäus 27,24). Dabei legt er seine Hände in eine Wasserschale und wäscht sie symbolisch in Unschuld.

Relief 6 und 7: Geißelung Christi / Kreuztragung
Die letzten beiden Reliefszenen am Westlettner sind leider nicht mehr im Original erhalten. Sie wurden vermutlich bei einem Brand im 16. Jahrhundert zerstört. In der Mitte des 18. Jahrhunderts ersetzte sie ein Naumburger Drechslermeister. Die Reliefs sind somit nicht – wie im Original – aus Muschelkalkstein, sondern aus Holz. Die beiden Szenen „Geißelung Christi“ und „Kreuztragung“ greifen die Figurenkompositionen der übrigen Szenen auf, die Kleidung vieler Figuren weist aber auf die Mode des 18. Jahrhunderts hin. Auch sind die Proportionen und Gesichtsausdrücke bei weitem nicht so perfekt ausgeformt. An die Lebendigkeit und Ausdrucksstärke der vorherigen Reliefs reichen sie nicht heran. So sind die Reliefs aus dem 18. Jahrhundert zwar ohne Zweifel eine schöne Holzarbeit, sie unterstreichen im direkten Vergleich aber erst recht die hohe Kunstfertigkeit des Naumburger Meisters im 13. Jahrhundert.

Der Tod Christi am Kreuz

Den Abschluss und Höhepunkt der Passionsgeschichte am Westlettner bildet die Kreuzigungsszene. Der Naumburger Meister wählte hier eine für die mittelalterliche Gotik völlig einzigartige Darstellungsweise. Christus am Kreuz ist nicht wie üblich erhöht über dem Lettner, sondern nahezu in Augenhöhe des Betrachters direkt am Lettnerportal. Der Opfertod Christi wird dadurch auf erschütternde Weise nahbar. Christus ist hier kein erhöhter, räumlich entfernter Erlöser. Wer den Westchor betreten will, schreitet unter seinen Armen hindurch und ist unweigerlich Auge in Auge mit dem geopferten Menschensohn – dies muss für die Menschen des 13. Jahrhunderts eine tiefe religiöse Erfahrung gewesen sein. Und auch heute noch sind viele unserer Besucher beim Anblick des leidenden, menschlichen Christi tief berührt.

 


 

Für junge DomEntdecker

Podcast-Rundgang mit der KinderDomBauhütte

Das Team der KinderDomBauhütte vermisst es sehr, gemeinsam mit den Kindern unser Welterbe zu erkunden. Nun haben sich Josi, Martin und Jessica kurzerhand vors Mikro gesetzt und einen Podcast aufgezeichnet, um die Geheimnisse des Doms einfach zu den Kindern nach Hause zu bringen.

Folge 8:  Der Domgarten

Rundgang Durch den Domgarten

 

Folge 7: Der Westchor

 

Folge 6: Der Westlettner

Der Westlettner

 

Folge 5: Der Ostlettner und das Langhaus

 

Folge 4: Der schmale Pfad ins Paradies

 

Folge 3: Der Ostchor

Der Ostchor mit dem Hauptaltar

 

Folge 2: Die Krypta

 

Folge 1: Das Hauptportal


 

Ein Domtier für zuhause

Im Naumburger Dom ist tierisch was los, denn hier sind neben den berühmten Stifterfiguren auch zahlreiche Tiere zu finden. Affen, Vögel, Schafe, sogar Schildkröten und Salamander, mal aus Stein, mal aus Holz, mal aus Bronze. Sie alle bewohnen den Naumburger Dom. Solange die KinderDomBauhütte geschlossen ist und sie die Tiere den Kindern nicht vor Ort zeigen kann, bringt die KinderDomBauhütte die Tiere eben zu den Kindern nach Hause. Mit Salzteig und Farbe kann sich jeder sein eigenes Domtier für zuhause herstellen. Auf geht’s zur Safari!

Hier gibt es die Anleitung zum Herunterladen.

Wer sein Domtier mit uns teilen will, kann es auf Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #kinderdombauhütte posten.


 

Der Naumburger Dom zum Ausmalen

Unser Welterbe braucht Farbe und Fantasie! Solange die KinderDomBauhütte geschlossen ist, schickt sie den Kinder ein bisschen Kreativität nach Hause. Denn unseren Naumburger Dom gibt es auch zum Ausmalen. Die Vorlage finden Sie hier zum Herunterladen und Ausdrucken. Wer sein Dombild mit uns teilen möchte, kann es auf Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #kinderdombauhütte posten. Wir freuen uns auf viele bunte Dombilder!


 

Das Farbenspiel des Naumburger Meisters

In unserer Dauerausstellung „Weg und Werke des Naumburger Meisters“ kann man die Vorarbeiten für das beeindruckende Farbspiel des Westchors entdecken. Zwei originale Bleifelder aus der Zeit zwischen 1243 bis 1249 werden hier ausgestellt. Sie umfassen die Standfigur der heiligen Margareta von Antiochia, ein Fenstermotiv im Westchor des Naumburger Doms.

Um das intensive Farbspiel der Fenster im Westchor auch zu Hause nachzuempfinden, stellen wir das Bleifeld als Vorlage zum Ausdrucken zur Verfügung. Hier können Kinder und Erwachsene einmal selbst ausprobieren, welche Farben sie für das Fenster der heiligen Margareta genutzt hätten.

Hier gibt es die Vorlage zum Herunterladen.

Viel Spaß mit dem Farbenspiel des Naumburger Meisters.

 


 

Auf Zeitreise

Wir blicken zurück: Die Pestepidemie 1680–1683

Als im Herbst 1680 ein Komet mit „abscheulichen Schweife“ am Himmel erschien, schwante den Menschen in Merseburg, ja in ganz Europa, Übles.

Heute wagen wir einen Ausflug nach Merseburg – das Merseburg der 1680er Jahre. Hier wütete drei Jahre lang die Pest. In den Protokollen des Merseburger Domkapitels aus dieser Zeit finden wir erstaunliche Details zum damaligen Umgang mit der Epidemie… und so manche Maßnahme kommt uns heute wieder sehr bekannt vor.

Auch während der Pestepidemie im 17. Jahrhundert war den Menschen bewusst, dass Isolation ein wichtiges Mittel zur Seuchenbekämpfung war. Schon im August 1680 wurden Pässe ausgegeben, um die Bewegungsfreiheit einzuschränken und erkrankte Personen identifizieren zu können. Damals hatten die Menschen noch keine Ausweise, man nutzte jedoch die noch junge Drucktechnik, um schnell Dokumente für alle zu erstellen. Für den Namen wurde jeweils Platz gelassen, um ihn handschriftlich eintragen zu können. Über Monate wurden Leipzig und Halle abgeriegelt, so war es den Untertanen des Domkapitels auch 1681 verboten, die Leipziger Ostermesse zu besuchen.

Konkrete medizinische Maßnahmen wurden ebenso ergriffen. Im Jahre 1680 erhielt der Leibarzt des Herzogs Christian, Johann Ernst Glaß, das Recht eine Apotheke zu betreiben und allein Medikamente, darunter auch Branntwein, herzustellen. An keiner anderen Stelle in Merseburg sollte eine weitere Apotheke eröffnet werden. Damit wollte man Quacksalbern zuvorkommen.

Und wie kommunizierte man damals die beschlossenen Maßnahmen? Heute können wir live Pressekonferenzen verfolgen. Im 17. Jahrhundert mussten die Beschlüsse in alle Dörfer gebracht werden. Schon im Juli 1680 wurde ein sogenanntes „Patent“, ein offener Brief des Landesherrn, verfasst, der Hinweise zum Verhalten während der Pest enthielt. Derartige Patente wurden öffentlich verlesen und ausgehangen, meist an Kirchen oder Gemeindehäusern.

Seit Juni 1682 blieb Merseburg für fast ein Jahr von der Außenwelt abgeschnitten, um weitere Infektionen zu verhindern. In diesem Jahr starben 380 Merseburger an der Pest – bei einer geschätzten Gesamteinwohnerzahl von höchstens 2500 waren dies mindestens 15 Prozent der Bevölkerung. Das Domkapitel hielt im Jahre 1683 seine Kapitelsitzungen in Delitzsch ab, wohin auch die Merseburger Stiftsregierung geflüchtet war.

Im März 1684 war die Seuchengefahr vorbei: Das Domkapitel kehrte nach Merseburg zurück. Die Einnahmen blieben noch bis in die 1690er Jahre niedrig. Gezielt versuchte das Domkapitel, durch Abgabenerleichterungen die Wiederbesiedlung seiner Dörfer in Gang zu bringen, um wieder gut wirtschaften zu können.

Die Dankbarkeit der Menschen nach überstandenen Epidemien zeigte sich schon immer auf sehr unterschiedliche Weise. Die Merseburger St. Maximi-Kirche beispielsweise besitzt einen sogenannten Pestkelch, ein kostbares Gefäß, das die Menschen bereits vor 500 Jahren der Kirche zum Dank für eine überstandene Pestepidemie stifteten.


 

Die Schrift im Verborgenen: ein Schatz aus dem Domstiftsarchiv

Von April bis Oktober entführt Matthias Ludwig, der Leiter des Domstiftsarchivs im Naumburger Dom, immer am ersten Samstag des Monats in unser Archiv und unsere Bibliothek. Denn die Schrift im Verborgenen kann uns viel aus knapp 1000 Jahren Domgeschichte erzählen. Nun, da die Sonderführungen vorerst nicht stattfinden können, stellen wir Ihnen ein paar Bücherschätze genauer vor.

Bücherschatz im Mai: das Naumburger Hussitensteuer-Register aus dem Jahr 1426

Dieses besondere Steuerregister stammt aus einer Zeit, in der der mitteldeutsche Raum durch die Hussiten-Kriege erschüttert wurde. Die Hussiten gehen auf den böhmischen Theologen und Reformator Jan Hus (ca. 1370–1415) zurück, der mit seinen theologischen Streitschriften die wesentlichen Ansprüche und Strukturen der Römische Kirche in Frage stellte und daraufhin am 6. Juli 1415 während des Konzils von Konstanz als Ketzer verbrannt wurde. Nach seinem Tod radikalisierte sich die böhmische Reformbewegung, deren Anhänger – in Anlehnung an den quasi als Märtyrer verehrten Reformator – Hussiten genannt wurden.

Die Aufstände und kriegerischen Auseinandersetzungen weiteten sich von Böhmen schnell auf andere Gebiete wie die Lausitz, Schlesien und Österreich aus. Aber auch der mitteldeutsche Raum blieb nicht verschont. Für die Naumburger Diözese fiel die kritische Phase der Bedrohung in die Regierungszeit des Bischofs Johannes II. v. Schleinitz (1422–1434). Auch wenn die beiden Bischofsstädte Naumburg und Zeitz selbst nicht unmittelbar von hussitischen Angriffen betroffen waren, konnte von sicheren Verhältnissen keinesfalls die Rede sein. Der Bischof beschloss deshalb die Erhebung einer sogenannten Hussitensteuer, um sich auf mögliche Angriffe vorzubereiten.

Im Hussitensteuer-Register kann man diese Abgaben genau nachvollziehen. Es handelt sich um ein kleines dünnes Papierheft, das den Titel Registrum decime episcopalis pro expensis factis contra hussitos seu bohemos anno Domini M°CCCCXXVI (Register des bischöflichen Zehnten für Ausgaben gegen die Hussiten oder Böhmen im Jahre des Herrn 1426) trägt. Zwar ist es eine schmucklose, lediglich zwei Blätter umfassende Papierhandschrift, ihr Quellenwert jedoch ist außergewöhnlich, stellt sie doch ein seltenes frühes Zeugnis aus der Zeit der sogenannten Hussitenkriege im 15. Jahrhundert dar. Sie verzeichnet die Taxierung der kirchlichen Lehen an den Kirchen in der Stadt Naumburg und umfasst insgesamt 80 Einträge. Dabei gewährt das Register einen einzigartigen Einblick in die kirchlichen Verhältnisse der Stadt, denn sämtliche Kapellen und Altäre der Naumburger Hauptkirchen werden hier mit dem Wert ihrer Erträge aufgeführt.

Und wofür wurde das Geld ausgegeben? Die Formulierung „expensis factis“ zeigt an, dass die betreffenden Ausgaben zur Bekämpfung der Hussiten zum Zeitpunkt der Abfassung des Registers bereits getätigt worden waren. Über die Verwendung kann man nur mutmaßen. Durch die Datierung in das Jahr 1426 ist es aber möglich, dass der Naumburger Bischof mit dem Geld einen Kriegszug nach Böhmen im Juni 1426 unterstützte.

 

Bücherschatz im April: das Eidbuch des Naumburger Domkapitels aus dem Jahr 1582

Das Eidbuch gibt uns einen erstaunlichen Einblick in die jahrhundertealten Traditionen des Domkapitels. Es umfasst 62 Pergamentblätter und diente im Zeitraum von 1596 bis 1872 der schriftlichen Fixierung der Eide von insgesamt 30 Dompröpsten und Domdekanen. Außerdem war es ein wichtiges Instrument zur Aufnahme eines neuen Domherrn. Um den Eid abzulegen, kniete der Domherr vor dem Buch, trug die Formel auf der linken Seite des aufgeschlagenen Eidbuchs vor und legte dabei zwei Finger seiner Schwurhand auf das Christusbild auf der rechten Seite.

Im Eidbuch spiegeln sich auch die Umbrüche der Reformation wider. Seit dem späten 16. Jahrhundert wurden in der Regel keine katholischen Domherren mehr aufgenommen. Das Domkapitel blieb formal jedoch gemischtkonfessionell. Erst im 17. Jahrhundert wurde das Aufnahmeverfahren auch formal geändert. Der Eidtext neben dem Christusbild musste nun angepasst werden. Deshalb wurde ein ergänzendes Blatt dem Eidbuch so hinzugefügt, dass der neue Eid dem Christusbild gegenüberliegt. Mit dem neuen Eid verpflichteten sich die Domherren nun auch der Augsburgischen Konfession und somit der lutherischen Kirche.

Das Kapitel der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz geht noch heute auf die geistlichen Institutionen im 10. Jahrhundert zurück. Die Domherren und Domherrinnen des 21. Jahrhunderts stehen nicht nur in einer traditionellen, sondern auch juristischen Sukzession zu den Kanonikern des Mittelalters. Das Eidbuch jedoch wird heutzutage nicht mehr verwendet.


 

Teufeleien im Naumburger und Merseburger Dom

Der Teufel hat in einer Kirche nichts zu suchen – an manchen Stellen trifft man ihn jedoch trotzdem. Zur Walpurgisnacht schauen wir einmal in unseren Domen nach, wo der Teufel sein Unwesen treibt. Im Naumburger Dom wurde der Teufel von Heinrich Apel verewigt: am 1983 geschaffenen Handlauf „Der schmale Pfad ins Paradies“, der an der nördlichen Seite hinauf in den Ostchor führt.

Der Pfad ins Paradies ist als Schlange dargestellt. Am unteren Ende des Handlaufs (in der Hölle) reitet der Teufel auf dem Kopf der Schlange, die gerade einen Sünder verschlingt. Am Körper der Schlange versuchen die Menschen nach oben (ins Paradies) zu klettern. Geht man die Treppe hinauf bis zum Ostchor, kann man die einzelnen Menschen bei ihrem beschwerlichen Weg ins Paradies begleiten. Das Kunstwerk kann dabei natürlich auch als Handlauf genutzt werden: Anfassen ist erlaubt, schließlich bringen die Berührungen nach und nach die Bronze zum Glänzen. Wie man auf dem Foto sieht, wurden der Kopf der Schlange, die Nase und die Hörner des Teufels bereits gerne von unseren Besuchern angefasst.

Die Sage der Teufelskrallen im Merseburger Dom

Im Merseburger Dom war der Teufel deutlich umtriebiger. An den Säulen des Kreuzgangs finden sich gar wundersame Rillen, die angeblich der Teufel selbst verursacht hat.

Im Mittelalter wurde ein Baumeister beauftragt, den Kreuzgang für den Merseburger Dom zu schaffen. Doch keine seiner Baupläne stellten ihn zufrieden und in seiner Verzweiflung rief er den Teufel zu Hilfe. Der Teufel war bereit, den Kreuzgang zu schaffen, verlangte jedoch als Bezahlung die Seele des Baumeisters. Dieser willigte ein, stellte aber eine Bedingung: „Der Kreuzgang solle in seiner Vollendung ganz und gar vollkommen sein, so gilt unser Vertrag.“ Der Teufel ließ den Kreuzgang in nur einer Nacht errichten, nur hatte er nicht mit der List des Baumeisters gerechnet. Denn dieser ließ am folgenden Tag den Kreuzgang weihen und prüfte daraufhin gemeinsam mit dem Teufel, ob der Kreuzgang auch ganz und gar vollkommen war. In der westlichen Kapelle stellte er fest, dass es dem Teufel wohl nicht gelungen war, einen Altar mit dem Bild des gekreuzigten Heilandes zu errichten. Der Vertrag war nicht erfüllt. Der Teufel wurde so wütend, dass er gleichsam versuchte, den Kreuzgang wieder einzureißen. Doch seine Krallen verursachten lediglich Kratzspuren, kleine Rillen, im Mauerwerk des geweihten Gesteins. Diese Krallenspuren sind noch heute zu sehen. Und weil der Teufel es nicht schaffte, ist er vor lauter Wut letztendlich in die Mauern gefahren.  So ist neben den Rillen auch die Figur eines kleinen Teufels in einer Ecke des Kreuzgangs zu entdecken.

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