Ein Ausflug in die Welt der Uta - Willkommen in der UNESCO-Welterbestätte Naumburger Dom!

Der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters und ist der Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“. Seit dem 01. Juli 2018 gehört er offiziell zum UNESCO-Welterbe.

Mit dem Kreuzgang, dem Domgarten und den umliegenden Kuriengebäuden bildet er eines der herausragenden Architekturensembles in Mitteldeutschland. Weltbekannt ist der spätromanisch-frühgotische Dom vor allem wegen der Arbeiten des sogenannten Naumburger Meisters, der die Stifterfiguren des Westchores, darunter Uta von Naumburg, und den Westlettner mit den Passionsreliefs schuf.

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Glasrestaurierung wird im Ostchor fortgesetzt

Die mittelalterlichen Glasfenster im Naumburger Dom erstrahlen bald vollzählig in neuem Glanz

Es sind Meisterwerke der Glaskunst aus dem 13., 14., und 15. Jahrhundert: Die 11 Glasfenster in den beiden Chören des Naumburger Doms, sie gehören zu den qualitätvollsten erhaltenen Glasmalereizyklen des hohen Mittelalters. Damit das wunderbare Glas und die einmaligen Glasmalereien auch für die Nachwelt erhalten bleiben und wieder zum Strahlen kommen, haben die Vereinigten Domstifter ein umfangreiches Projekt angestoßen. Seit 2017 werden die Fenster in einer eigens dafür gegründeten, temporären Glasrestaurierungswerkstatt am Dom von internationalen Experten restauriert.

Während die Arbeiten der Fenster im Westchor bald abgeschlossen sind und dieser bis zum Jahresende wieder vollkommen ohne Einschränkungen zu sehen sein wird, beginnen ab Mitte September 2019 die umfangreichen Arbeiten an den Glasfenstern im Ostchor. Um die Restaurierungsarbeiten so effizient und sicher wie möglich zu gestalten, werden alle Fenster des Ostchores auf einmal eingerüstet. Die Arbeiten sollen ein Jahr dauern.  Die Sehenswürdigkeiten, die sich momentan dort befinden, werden für den Gast weiter sichtbar bleiben, denn Kunstwerke wie der Marienaltar und der einmalige Diakon erhalten für die Übergangszeit einen neuen Platz im Dom. Außerdem wird eine bedruckte Plane vor den Gerüsten den Ostchor originalgetreu wiedergeben.  

Hintergrundinformationen

Bereits seit Dezember 2017 widmet sich ein Team der Glasrestaurierungswerkstatt in enger Zusammenarbeit mit Projektleiter Dr. Ivo Rauch und unter der Gesamtleitung der Dombaumeisterin, Regine Hartkopf, den prachtvollen Westchorfenstern des Naumburger Doms. Im Rahmen des Projekts "Glasrestaurierung am Naumburger Dom" sollen diese durch umfangreiche Maßnahmen restauriert und präventiv gesichert werden.

Mit dem aktualisierten Fördermittelbescheid vom 11. Oktober 2018 ist die Maßnahme bis in das Jahr 2020 gesichert. Dies bedeutet, dass nun auch die Fenster des Naumburger Ostchores in das Projekt einbezogen werden können. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf insgesamt 2 Millionen Euro. Es wird finanziert durch  

»       Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

»       Land Sachsen-Anhalt

»       Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam
mit der Sparkasse Burgenlandkreis

»       Rudolf-August Oetker-Stiftung

»       Ernst-von-Siemens-Kunststiftung mit einem Mäzen

»       HERMANN REEMTSMA STIFTUNG

Mehr Service für den Gast - Audioguides sind ab September 2019 inklusive

 

Die Vereinigten Domstifter bieten den Besuchern des Naumburger und des Merseburger Doms ab September mehr Service: Der Audioguide, der informativ und spannend durch die Dome führt, ist ab dem 1. September 2019 im Eintrittspreis enthalten. Der Guide wurde in diesem Jahr inhaltlich überarbeitet und auf den aktuellsten Stand gebracht, außerdem wird neue Technik eingesetzt, die für den Besucher leichter zu handhaben ist.

 

Aufgrund des neuen Angebots werden die Preise in Naumburg und in Merseburg für den Einzelgast angepasst. Ein Eintritt kostet ab September 7,50 Euro. Bisher zahlten Besucher drei Euro für den Audioguide zusätzlich zum Eintritt von 6,50 Euro. Kinder bekommen den Audioguide kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diese Neuerung bietet dem Gast eine bessere Orientierung und umfangreiche Informationen zu den Meisterwerken im Naumburger und Merseburger Dom. Es wurde in dem Zuge auch ein neues Faltblatt „Wegweiser durch den Dom“ gestaltet, das die Besucher leichter durch die Dome navigiert und die Audioguide-Stationen ausweist.

 

Das Angebot an öffentlichen Dom-Führungen bleibt unverändert.

Der Naumburger Dom ist seit einem Jahr UNESCO-Welterbe

"Wir haben immer an die Einzigartigkeit, an das Herausragende, an das Besondere des Naumburger Doms geglaubt und bei allen Steinen, die im Weg lagen, nicht aufgegeben. Das hat sich ausgezahlt. Es überwiegt immer noch die pure Freude über diese Anerkennung. Dass wir nun noch mehr Menschen tagtäglich mit dem Dom und seinen Schätzen begeistern können, ist ein Privileg", sagt der Stiftsdirektor der Vereinigten Domstifter Dr. Holger Kunde, wenn er auf die Entscheidung des UNESCO-Komitees von vor einem Jahr zurückblickt.

Tatsächlich sind die Besucherzahlen um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Um dem Anspruch, dem Besucher einen außergewöhnlichen und unvergesslichen Aufenthalt zu ermöglichen, weiter gerecht zu werden, gibt es nicht nur zusätzliches Personal an der Domkasse, sondern auch einen überarbeiteten Audioguide, der dem Besucher eine tiefgründige und spannende Erläuterung zum Dom liefert. Passend dazu entstand ein neuer Wegweiser, der übersichtlich durch den Dom und den Domgarten führt.

Und es wurde eine Internetseite geschaffen: www.visituta.de Hier finden sich kompakt und anschaulich alle wichtigen Informationen zum Naumburger Dom und zur berühmten Stifterfigur Uta von Ballenstedt. Entdecken Sie die Welt der Uta!