Ein Ausflug in die Welt der Uta - Willkommen im Naumburger Dom!

Der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters und ist der Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“. 

Mit dem Kreuzgang, dem Domgarten und den umliegenden Kuriengebäuden bildet er eines der herausragenden Architekturensembles in Mitteldeutschland. Weltbekannt ist der spätromanisch-frühgotische Dom vor allem wegen der Arbeiten des sogenannten Naumburger Meisters, der die Stifterfiguren des Westchores, darunter Uta von Naumburg, und den Westlettner mit den Passionsreliefs schuf.

Informieren Sie sich hier über unsere Öffnungs- und FührungszeitenPreise, Führungen durch den Naumburger Dom und Veranstaltungen sowie die touristischen Höhepunkte des Naumburger Doms

06.07.2018

Der Naumburger Dom ist nun Welterbe der Menschheit

UNESCO-Komitee sagt „Ja“ in Bahrain

NAUMBURG. Der Naumburger Dom gehört nun endgültig zum Welterbe der Menschheit. Das UNESCO-Welterbe-Komitee hat dies heute (1. Juli 2018) in seiner 42. Sitzung in Bahrain beschlossen. Die 21 Mitglieder des Gremiums folgten nach einer ausführlichen Diskussion damit einem Antrag des Karibik-Staates St. Kitts und Nevis, dem sich weitere Staaten wie Ungarn, Tansania, China, Kuweit und Zimbabwe anschlossen. Der deutschen Delegation, die den Naumburger Antrag in Bahrain vertrat, gehörten auch Landrat Götz Ulrich, der Stiftsdirektor der Vereinigten Domstifter, Dr. Holger Kunde, und der Geschäftsführer des Vereins Welterbe an Saale und Unstrut, Roland Thrän, an.

Die Nachricht wird von der Delegation in Bahrain, in Naumburg und der Saale-Unstrut-Region mit großer Freude und Erleichterung zur Kenntnis genommen. Landrat des Burgenlandkreises und Vorstand des Fördervereins Welterbe, Götz Ulrich: „Die Anerkennung ist eine wunderbare Mannschaftsleistung von Bund, Land und unserem Förderverein Welterbe. In Bahrain gab es ein Auf und Ab der Gefühle, aber jetzt ist alles gut. Oft musste ich an Curt Becker denken. Er hätte sich heute mit uns gefreut. Für mich als Landrat kommt es nun darauf an, dass der Burgenlandkreis etwas von der Strahlkraft unseres Domes abbekommt und auch andere kulturtouristische Orte von der Entscheidung profitieren können.“

Stiftsdirektor Dr. Holger Kunde: „Die Aufnahme des Naumburger Doms in das UNESCO-Welterbe erfüllt mich mit großer Freude und Stolz. Ein langwieriger Prozess ist heute erfolgreich abgeschlossen worden. Das Hauptwerk des Naumburger Meisters hat damit endlich die ihm gebührende internationale Anerkennung gefunden. Ich danke allen, die zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen haben, sehr herzlich.“

Dechantin der Vereinigten Domstifter und Vorsitzende des Fördervereins Welterbe, Professorin Dr. Karin von Welck: „Die Vereinigten Domstifter sind sehr glücklich, dass es nun endlich Wirklichkeit wird, wofür wir und viele andere mit uns seit Jahren gekämpft haben: Die offizielle Anerkennung des Naumburger Doms als Weltkulturerbe der Menschheit. Mit dieser Eintragung in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes haben wir ein Ziel erreicht, dass uns seit Jahren in Anspruch genommen hat und von dem aus wir nun eine ganz neue nationale und internationale touristische Qualität und Beachtung für unsere wunderschöne Saale-Unstrut-Region entwickeln können. Unser großer Dank geht an alle, die mit uns diesen wichtigen Tag vorbereitet und mit uns der Entscheidung in Bahrain entgegengefiebert haben.“

Oberburgermeister der Stadt Naumburg, Bernward Kuper: „Ich bin bewegt und erleichtert. Nach dem positiven Votum der Kommission 2017 in Krakau waren wir zwar zuversichtlich, aber nun haben wir endlich Gewissheit. Der Titel ist für uns eine große Ehre, und wir sind uns der Verantwortung und der Verpflichtung bewusst, die er mit sich bringt. Unser Dank gilt allen Unterstützern im Haupt- und Ehrenamt, die unseren Antrag über die vielen Jahre unermu?dlich begleitet und unterstützt haben. Der Einsatz hat sich gelohnt. Nun werden wir, beflügelt von der Entscheidung, konsequent weiterarbeiten.“

Geschäftsführer des Fördervereins Welterbe, Roland Thrän: „Große Freude und Erleichterung über die Entscheidung des UNESCO-Komitees. Es hat sich ausgezahlt, dass wir nach dem ersten negativen Gutachten im Jahre 2015 durch ICOMOS ohne Irritationen beharrlich an unserem Ziel weitergearbeitet haben. Der Erfolg gibt uns Recht.“

Trauer um Dechant Curt Becker

Curt Becker_c_Wolfgang Kubak (Merseburg)
Curt Becker_c_Wolfgang Kubak (Merseburg)

In tiefer Trauer nehmen die Vereinigten Domstifter Abschied von Dechant Curt Becker

Am 22. Mai 2018 verstarb Curt Becker, Dechant der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz, Minister des Landes Sachsen-Anhalt a. D. und Oberbürgermeister der Stadt Naumburg a. D., plötzlich und völlig unerwartet. Wir erinnern uns in großer Dankbarkeit seines Wirkens als Domherr und Dechant.

Curt Becker wurde am 14. November 2006 zum Domherrn des Domkapitels der Vereinigten Domstifter gewählt und vom Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Olbertz, am 15. Dezember 2006 ernannt. Zwei Jahre später wurde er als Senior Stellvertreter des Dechanten und schließlich nach erfolgter Wahl am 19. November 2013 von Kultusminister Dorgerloh zum Dechanten ernannt. Er sorgte sich stets um eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Vereinigten Domstifter, wobei er als Fachmann für landwirtschaftliche Fragen die Interessen der Vereinigten Domstifter insbesondere bei anstehenden Pachtverhandlungen überaus erfolgreich vertreten hat. Durch zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern der Landesregierung, Abgeordneten, Institutionen und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur trug er wesentlich dazu bei, dass die Anliegen der Vereinigten Domstifter im Land Sachsen-Anhalt Gehör fanden und finden werden. Besonders lagen ihm schlanke Strukturen und Effizienz am Herzen, auch die tiefgreifenden Veränderungen in der Stiftungssatzung von 2015 sind auf seine Anregung hin erfolgt.

Höchstes Augenmerk legte Curt Becker auf die weitere Etablierung des Ehrenamtes bei den Vereinigten Domstiftern. Er schuf die Grundlagen einer besonderen Willkommenskultur und Betreuung der freiwilligen Helfer. Die weitere Ausgestaltung des Naumburger Domgartens und des Domfriedhofs lagen dabei in seinem besonderen Blickfeld. Immer wieder suchte er die gemeinsamen Interessen der Kommunen Merseburg, Naumburg und Zeitz sowie der Landkreise Saalekreis und Burgenlandkreis mit denen der Vereinigten Domstifter zu verknüpfen, um auf diese Weise Gutes für die gesamte Region zu bewirken.

In besonderer Weise war ihm auch die Beförderung des ökumenischen Gedankens ein Anliegen. Die Ausstellung „Dialog der Konfessionen – Bischof Julius Pflug und die Reformation“ in Zeitz begleitete er mit Leidenschaft und in der großen Hoffnung, damit einen überregionalen Impuls zu setzten und den Grundstein für ein neues kulturelles Bewusstsein der Zeitzer gelegt zu haben.

Als Dechant vertrat er die Interessen der Stiftung und der gesamten Region auch im UNESCO-Welterbeantragsverfahren, wo er als Vorstand des Förderervereins herausragende Arbeit leistete und voller Hoffnung und Erwartung auf den Ausgang des Verfahrens im Sommer blickte. Unvergessen bleibt Curt Becker allen Mitgliedern des Domkapitels und allen Mitarbeitern aufgrund seiner zutiefst optimistischen Haltung, seiner Standfestigkeit, seiner Durchsetzungskraft aber auch aufgrund seiner menschlichen Qualitäten. Für Sorgen und Nöte hatte er stets ein offenes Ohr und versuchte stets, den Problemen auf den Grund zu gehen.

Mit Curt Becker verlieren die Vereinigten Domstifter eine herausragende Persönlichkeit, die entscheidende Weichen für die Entwicklung der Stiftung gestellt hat. Er begriff sein unermüdliches und segensreiches Wirken auch stets als Beitrag für das Land Sachsen-Anhalt, die Region Saale-Unstrut und die Stadt Naumburg.

Flyer zum Wandertag

Im Sommer fällt die Entscheidung zum Welterbe

Überarbeiteter Antrag liegt der UNESCO in Paris vor NAUMBURG

Der Naumburger Dom gehört zu den kunsthistorisch bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken. Er hat die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut nachdrücklich geprägt und bildet bis heute deren herausragenden Mittelpunkt. Der hohe Stellenwert der Architektur und der Bildwerke verschaffen ihm einen Platz unter den großen Kathedralen Europas. Das UNESCO-Welterbe-Komitee erkannte im Sommer 2017 den „außergewöhnlichen universellen Wert des Naumburger Doms“ an. Unter anderem wurde bestätigt, dass der Naumburger Dom ein „Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft“ darstellt. Ende Januar hat der Förderverein Welterbe einen neuen, direkt auf den Naumburger Dom zugeschnittenen Antrag zur Einschreibung in die Welterbe-Liste erarbeitet. Er wurde bei der UNESCO in Paris eingereicht. Dieser Antrag wird dem UNESCO-Welterbe-Komitee zu dessen 42. Tagung vorgelegt. Die Tagung findet vom 24. Juni bis 4. Juli 2018 in Bahrain statt.

Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen auf den Seiten des Fördervereins Welterbe!

Unser Tipp zum Vormerken: 5. Welterbe-Wandertag am 22.04.2018
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Click here for further information in english.

Naumburg Cathedral on the way to World Heritage

There is a website in english with all further information to Naumburg Cathedral on the way to get the title World Heritage. Enjoy an factful film and  fantastic pictures of all places of interest. Please, click on the foto besides or  follow this link to www.naumburg-cathedral.de

Sie ist geschalten - die englischsprachige Internetseite zum laufenden Welterbe-Antrag. Einfach auf das Bild klicken und sich informieren: wunderbare Fotos als auch ein Imagefilm erwarten Sie!

Auf der englischsprachigen Webseite zu finden sind die wesentlichsten Informationen zum UNESCO-Welterbe-Antrag.