Die wohl schönste Frau des Mittelalters - Uta von Naumburg

Innerhalb des von der Werkstatt des so genannten Naumburger Meisters geschaffenen Stifterzyklus im Westchor des Naumburger Doms kommt der Figur der Markgräfin Uta eine herausragende Bedeutung zu. Ihre Gestalt und charakteristischen Gesichtszüge haben für Generationen das Bild der mittelalterlichen adeligen Frau schlechthin geprägt. 

Viele hielten sie – und halten sie noch immer – für die schönste Frau des deutschen Mittelalters. Dabei ist über das Leben der um das Jahr 1000 geborenen Markgräfin nicht viel bekannt. Sie war die Tochter eines Harzgrafen aus Ballenstedt und gehörte zu den Vorfahren der späteren Askanier.

Durch ihre Ehe mit Ekkehard II. wurde sie Markgräfin von Meißen, und als solche fand sie Aufnahme in den Reigen der Naumburger Stifter. Ihr um die Mitte des 13. Jahrhunderts entstandenes Bild begründete schon im 19. Jahrhundert einen facettenreichen Kult, der bis heute ungebrochen ist. Darstellungen von ihr finden sich in ungezählten kunsthistorischen Publikationen, auf Gemälden und Postkarten. Sie lieh ihr Gesicht u.a. der bösen Königin im Disneymärchen ,,Schneewittchen“. Zu ihren zahlreichen Verehrern gehören Menschen aus allen gesellschaftlichen Kreisen.

Einer ihrer größten Bewunderer ist der italienische Historiker und Schriftsteller Umberto Eco, der ihr in seiner Geschichte der Schönheit ein weiteres unvergleichliches Denkmal setzte, indem er ihr vor allen anderen Frauengestalten der Kunstgeschichte den Vorrang gibt: ,,Wenn Sie mich fragten, mit welcher Frau in der Geschichte der Kunst ich gerne essen gehen und einen Abend verbringen würde, wäre da zuerst Uta von Naumburg.“

Treffen Sie UTA(s)!

Die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz veranstalten gemeinsam mit der Stadt Naumburg alle zwei Jahre das UTA-Treffen. Hierzu sind Namensvertreterinnen der berühmten Stifterfigur UTA von Naumburg sowie Namensvertreter der anderen Stifterfiguren eingeladen. 

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