Kostbarkeiten aus dem Mittelalter bis zur Renaissance

Der Naumburger Domschatz zeigt in verschiedenen interessanten Räumlichkeiten auf dem Domgelände Schätze, welche die fast tausendjährige Geschichte des Naumburger Doms in seiner breiten Vielfalt dokumentieren.

Begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch:

  • das Domschatzgewölbe mit seinen hauptsächlich sakralen Ausstattungsstücken,
  • die Sonderausstellung "Weg und Werke des Naumburger Meisters" mit Werken der Bildhauerkunst bis hin zu wertvollen Urkunden und Handschriften
  • die Dreikönigskapelle mit den Nazarenerbildern

Begegnen Sie hierbei Werken von Lucas Cranach d. Ä. oder Werken des Naumburger Meisters, dem Schöpfer der Stifterfiguren im Westchor bzw. der Reliefs des Mainzer Westlettners (Reliefs als Duplikate). Sie können den   Bamberger Reiter (Duplikat) aus der Nähe betrachten, einer der ältesten Pietás Deutschlands in die Augen schauen sowie kostbare Urkunden aus dem Mittelalter studieren.

Sakrale Kostbarkeiten im Domschatzgewölbe

Ein Teil des Naumburger Domschatzes wird im Domschatzgewölbe präsentiert. Mit einer Fläche von ca. 285 m² zählt es zu den größten romanischen Gewölben in Mitteldeutschland. 

Im Zeitraum von 2003 bis 2006 wurden die Räumlichkeiten unter dem Westflügel der Klausur für die Präsentation von Kunstwerken vorbereitet und am Tag der Schutzpatrone des Naumburger Doms, am 29. Juni 2006 feierlich eröffnet.

Die Eingangstür vom Kreuzgang zum Domschatzgewölbe mit dem Thema: „Jakobs Traum von der Himmelsleiter“ sowie der Handlauf zum Gewölbe wurden vom Magdeburger Künstler Heinrich Apel gefertigt.

Die Anmut und Grazie der von Lukas Cranach d.Ä. dargestellten Maria Magdalena (um 1518/19) wird sich der Betrachter nur schwer entziehen können. Die Heilige ziert einen von zwei erhaltenen beidseitig bemalten Flügel des einstigen Hauptaltares des Naumburger Westchores.

Auch die ergreifende Expressivität der aus dem frühen 14. Jahrhundert stammenden Naumburger Pietà berührt den Betrachter. Diese Beweinung Christi zählt zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa.

Das aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts stammende Haupt Johannes des Täufers ist eines der ältesten erhaltenen europäischen Beispiele für die im Mittelalter weit verbreiteten Johannesschalen.